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Die Arbeitsgruppe ist im Bereich der chemischen Ökologie (nicht zu verwechseln mit ökologischer Chemie!) tätig. Dabei geht es um
die Identifizierung und Synthese von Naturstoffen und deren natürliche
Funktion. Ein Beispiel sind Pheromone, die von vielen Tierarten zur Informationsübermittlung
abgegeben werden. Wir verfolgen eine integrale Strategie, das heißt das
sowohl an der Isolierung und Identifizierung als auch der Synthese und
der Biosynthese der Zielverbindungen gearbeitet wird. Im allgemeinen tun
wir dies in enger Kooperation mit Biologen, die die erforderlichen Biotests
durchführen.
Bei der Identifizierung von Naturstoffen stehen Methoden im Vordergrund,
die zur Untersuchung komplexer Mischungen geeignet sind, also insbesondere
chromatographische Verfahren und deren Kopplung zu spektrometrischen Verfahren
wie Massenspektrometrie oder Infrarotspektroskopie. Daneben werden natürlich
auch reine Verbindungen für die NMR-Analyse isoliert. Weiterhin werden
Mikroreaktionen zur Derivatisierung von Mischungen als Hilfe bei der Strukturaufklärung
verwendet.
Im Synthesebereich liegt der Schwerpunkt auf stereospezifischen Methoden
zur Synthese reiner Stereoisomere, da häufig nur ein Isomer eine Wirkung
zeigt. Für Biosyntheseuntersuchungen werden insbesondere Verbindungen synthetisiert,
die mit stabilen Isotopen markiert sind.
Gegenwärtig werden unter anderem Spinnen, Springschwänze, Krokodile und
marine Mikroorganismen untersucht. Dabei stehen Pheromone (bzw. Semiochemicals),
Wehrsubstanzen, Eicosanoide und Lipide im Vordergrund. Weitere Informationen
auf der englischen Seite.
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